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Erster Bericht vom neuen Zivi Max! Bei COMPED geben sich die Zivis die Klinke in die Hand und alle schreiben fleißig Berichte: Hier nun der erste Monatsbericht von unserem neuen Zivi Max aus Berlin, der in seinen ersten vier Wochen schon vollkommen vom Kambodscha-Fieber erfasst wurde. Liebe TKG, mein erster Monat in Kambodscha neigt sich, obwohl ich es kaum glauben kann, bereits dem Ende zu. Es kommt mir vor, als hätten mich Sokun und die beiden Praktikantinnen Nora und Janina erst gestern Abend vom Flughafen abgeholt und durch das nächtliche Phnom Penh zu Sokuns Haus gefahren. Der Abschied aus Deutschland ist mir leichter gefallen als ich befürchtete. Nur als sich die Zugtüren in Berlin schlossen, war ich einen Moment traurig, weil ich meine Liebsten für lange Zeit nicht mehr sehen würde. Danach ging alles viel zu schnell, ich hatte gar keine Zeit jemandem nach zu trauern. Phnom Penh zog mich von der ersten Sekunde an in seinen Bann. Alleine der Straßenverkehr ist eine Reise nach Kambodscha wert. Er ist ein „geordnetes Chaos“ und scheint fast nie still zustehen. Irgendwie findet der Fluss aus Mopeds, Tuck Tucks und großen Geländewagen immer einen Weg. Obwohl die Fahrzeuge oft nur wenige Millimeter Abstand haben, beobachtete ich bisher keinen einzigen Zusammenstoß. Wobei das so nicht ganz richtig ist: es gab einige Zusammenstöße und zwar zwischen meinem Kopf und den Türrahmen. Ein großer Nachteil für mich, als hochgewachsener Mann, mit dem sich mein Schädel für die nächsten Monate wohl arrangieren muss. Schon nach wenigen Tagen verließ ich die Stadt wieder, um auf ein Seminar des DED in Kampot zu fahren. Einerseits freute ich mich darüber, denn dort bekam ich Khmer Unterricht und anderseits wäre ich gerne erst einmal in Phnom Penh geblieben, um mich einzuleben. Auf dem Seminar hatte ich viel Spaß und lernte andere deutsche Weltwärtsler kennen, mit denen ich mich austauschen konnte. Anfangs hatte ich die Befürchtung durch den Kontakt zu anderen Deutschen schwerer Freundschaften zu Kambodschanern zu knüpfen, aber diese Angst erwies sich als unbegründet, denn inzwischen habe ich viele nette Kambodschaner in Phnom Penh kennen gelernt, mit denen ich den überwiegenden Teil meiner Freizeit verbringe.. Während meiner Abwesenheit und bereits davor ist in dem Projekt COMPED Home einiges passiert. Dank der tatkräftigen Mitarbeiter von COMPED und nicht zuletzt, wegen dem großen Engagement von Nora und Janina gibt es vor Ort jetzt grundlegende Dinge wie Handtücher und Shampoo aber auch Tische und Stühle für den Unterrichtsraum sowie Gehhilfen für die Blinden. Auch das Fußballfeld konnte vor einigen Tagen errichtet werden ![]()
Wenn ich heute nochmal auf den Monat zurück blicke, kann ich ihn leicht mit zwei Worten umschreiben: aufregend und toll. |
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