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14.02.2012, 00.00 Uhr
13 Tage Asiatische Traumwelten

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Benefittour Aachen Berlin - Video ist online (PDF)

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Ein Wasserbrunnen für Frau Mao Leng

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HIV-Existenzgründungsprojekt - Abschlussbericht (PDF)

Nopp Nochh Thyda – Eine angehende Lehrerin

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Neues Projekt COMPED - Aufbau Hühnerzucht

Reise Sihanoukville mit den COMPED-BewohnerInnen (PDF)

COMPED-Home - Studenten helfen Blinden und Sehschwachen (PDF)

Kambodscha – Land der großen Gegensätze (PDF)

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Jahresmeeting COMPED

Maxs 5. Monatsbericht

Max über seinen vierten Monat in Kambodscha

Projekt "Kindgerechte Kinderstation"

Dritter Monatsbericht von Max

Erfolgreicher Kambodschanischer Abend und weitere TKG-News (PDF)

Neuigkeiten vom Existenzgründungsprojekt für Menschen mit HIV

Bayon kommt - Einladung zum Kambodschanischen Abend am 16.10.2010

Zweiter Monatsbericht von Max

SAB - Weitere Pateneltern gesucht (PDF)

Band 4 der Schriftenreihe der Thüringisch Kambodschanischen Gesellschaft erschienen

Janina und Nora - Unsere COMPED-HOME-Praktikantinnen

23.09.10 18:00 - Kinoclub Hirschlachufer

Erster Bericht vom neuen Zivi Max!

Pauls letzter Monatsbericht

Nachruf: Benno Lemke

Weiterführung der Zusammenarbeit mit CHEC am Aidsprojekt

Patenkinderausflug nach Sihanoukville (PDF)

TKG Infoblatt: Mai 2010 (PDF)

Monatsberichte unseres Kambodscha-Zivis Paul

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Reisübergabe an die Familie des Patenkindes Yem Srey Lek

Bericht von unserem Kambodscha-Zivi Paul Vieweg

Sponsoren und Mitglieder der TKG zu Besuch im „Sozialen Abfallzentrum“ SAB in Battambang

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Steinsetzung zum Aidstag (PDF)

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Kambodschanischer Abend am 19. September 2009

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Erfahrungen eines Zivildienstes in Kambodscha

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Thüringer leistet Zivildienst in Kambodscha

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Bericht von unserem Kambodscha-Zivi Paul Vieweg

Liebe TKG, nachdem meine Mutter nun wieder aus Kambodscha verschwunden war hatte ich ein paar Tage Sehnsucht nach Deutschland. Es fällt eben doch leichter zu „vergessen“ das man quasi noch ein Leben hat das parallel läuft wenn man es nur noch über den E-Mailverkehr oder über Telefonate wahrnimmt.


Das zweite Mal im Januar hatte ich diesen Moment als ich eine Freundin in Bangkok traf. Sie war nur ein halbes Jahr im Ausland auf den Philippinen und flog wieder zurück nach Deutschland. Es war schon komisch zu sehen wie sie damit umging, irgendwie als wäre es doch nur eine sechsmonatige Reise gewesen. Ob mir das auch so gehen wird?

Die Rückfahrt von Bangkok habe ich per Bus und Taxi angetreten und damit einen ganzen Tag zugebracht. Als es dann schon Nachmittag wurde und ich in einem überfüllten Autotaxi saß durfte ich mir eine Stunde lang einen Streit zwischen einer Kundin und dem Taxifahrer anhören. Es ging laut zu und ich habe nicht viel verstanden, mein Khmer hat aber gereicht um mitzubekommen, dass es ums Geld ging. Die Erkenntnis das nicht nur ich mich mit den Dienstleistern hier um den Preis streite (und damit möglicherweise ein schlechtes Bild von den Westlern abgebe), sondern das die Kambodschaner sich genauso fetzen können war in diesem Moment sehr beruhigend, auch wenn das Geschrei an die Nerven ging.

Nur ein paar Tage später geriet ich in eine ähnliche Situation, ich denke bis heute sind sowohl der Taxifahrer als auch ich felsenfest davon überzeugt im Recht zu sein. Das interessante an dieser Begebenheit war aber ein junger Mann der (nachdem ich mich mit dem Taxifahrer bereits fünfzehn Minuten gestritten hatte) vorbeikam und mehr oder weniger „gezwungen“ wurde zu übersetzen. Das hat er dann auch gemacht, alles war gut und ich konnte weiterfahren. Fünf Minuten später traf ich den jungen Mann wieder und er bat mich um Unterstützung für sein Studium der englischen Literatur das er nach zwei Jahren kaum noch stemmen kann. Mit Shakespeare wusste er aber nichts anzufangen. Geld gab ich ihm nicht, seine Frage ob wir an diesem Abend gemeinsam ausgehen könnten habe ich auch verneint, dafür aber einen Tag später eine Mail an ihn geschrieben. Er hatte eine Sehstörung und ich kenne eine NGO die genau diese Art von Sehkrankheit behandeln kann. Diesen Kontakt habe ich ihm angeboten, eine Antwort kam bis heute nicht und ich weiß nicht so recht was ich davon halten soll.

Wenn man mit „Weißen“ umgeht lernt man früher oder später automatisch Mitarbeiter von großen oder kleinen Hilfsorganisationen kennen, das ist nun mal das Hauptarbeitsfeld der Ausländer in Kambodscha. Letztens unterhielt ich mich mit einem Mitarbeiter einer Organisation die mir persönlich sehr gefällt. Die NGO mit dem Namen „Bridges“ organisiert Reden von Nobelpreisträgern in Universitäten und anderen Kulturstätten in Entwicklungsländern, genauso auch Konzerte und ähnliches. Das beeindruckt mich denn es zeigt die Vorbilder dort wo sie gebraucht werden, wo besondere Perspektivlosigkeit herrscht und es bietet eine Art der Bildung oder auch des Kulturkonsums an wie er ja sonst nur in Industriestaaten gewöhnlich ist.

Bald steht das chinesische Neujahrsfest vor der Tür, ich bin gespannt was da in Phnom Penh passiert. Auf dem Land wird es sicher viel ruhiger zugehen. Je länger ich in Phnom Penh lebe desto mehr wird mir bewusst wie sehr doch der Lebensort prägt, mindestens genau stark wie die Arbeit (oder in Zukunft auch das Studium) selbst.


Zurzeit ist wieder ein bisschen mehr Arbeit für das SAB zu machen, Detlef Gutjahr kommt am Wochenende nach Kambodscha und es gilt noch, eine Präsentation fertigzustellen. Der Probebetrieb ist mittlerweile angelaufen, allerdings macht der Gouverneur immer noch Probleme beziehungsweise zu wenig, denn er kümmert sich nicht in dem Maße um unsere Belange und setzt sich nicht so für COMPED ein wie er es eigentlich sollte, löst das SAB für ihn doch eine Reihe sozialer Probleme auf der Mülldeponie. Das scheinen die Nachwirkungen der Korruption zu sein. Wer einmal Bestechungsgelder annimmt gibt damit gleichzeitig auch seine Macht ab. Bei unserem letzten Treffen hat sich der Gouverneur auffallend ruhig verhalten, obwohl gerade da die Probleme mit der Müllfirma offensichtlich zu Tage traten. Diese Entwicklung bleibt noch abzuwarten, auf alle Fälle macht es unsere Aufgabe nicht leichter.


Eine positive Entwicklung findet momentan mit den Arbeitskräften statt. Durch den Umzug der Deponie befinden sich nun andere Familien in der Nähe des neuen Geländes. Sie sind genauso arm wie die Müllsammlerfamilien auf der alten Deponie aber motivierter. Bevor wir mit unserer Arbeit auf der alten Deponie anfingen verteilte dort eine NGO Geld um die Eltern zu animieren ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Eltern nahmen das Geld, die Kinder arbeiteten aber trotzdem auf der Deponie weiter. Mit der Erwartung dass wir dasselbe tun würden gingen die Müllsammler an das SAB-Projekt heran und sind dementsprechend natürlich weniger motiviert für uns zu arbeiten bzw. kostenlosen Schulunterricht für ihre Kinder anzuerkennen. Ein Teil von ihnen war daher schwerer zu überzeugen, dafür gibt es jetzt viele Familien in der Nähe der neuen Deponie die zum Beispiel für den kostenlosen Schulunterricht ihrer Kinder sehr dankbar sind.

Bis bald und herzliche Grüße, Paul
 
 

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