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1.958,68 Euro für zehn "Solar-Lernkoffer"
Die Ausländerbeauftragte der Stadt Erfurt, Frau Tuche, hatte letztes Jahr eine sehr erfreuliche Nachricht für uns. Die Stadtverwaltung hatte sich entschieden, aus dem Fond "Restcent" zehn "Solar-Lernkoffer" für Photovoltaikexperimente in Kambodscha zu spenden. Der Fond "Restcent" wird halbjährlich von der Stadt Erfurt ausgeschüttet und das Geld gemeinnützigen Projekten zugedacht. Hierbei kann jeder städtische Angestellte freiwillig den Cent-Betrag seines Gehaltes in den Fond einzahlen.
Der TKG Partnerverein COMPED führt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS) und dem Kambodschanischen Technologieinstitut im - durch die Europäische Kommission unterstützen - REEPRO Projekt Trainingsprogramme in Kambodscha durch. Im Rahmen von REEPRO - Promotion of the Efficient Use of Renewable Energies in Developing Countries (Förderung des effizienten Einsatzes erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern) werden Ausbildungsprogramme im Bereich erneuerbare Energie für Ingenieure, Techniker und die Landbevölkerung entwickelt und in Kambodscha umgesetzt. In den ersten Kursen zu Beginn des Jahres 2008 wurde deutlich, dass die Trainings nur erfolgreich sein können, wenn der theoretische Unterricht ausreichend mit praktischen Übungen begleitet wird.
Nach eingehender Recherche der am Markt verfügbaren Lernmedien im Bereich Photovoltaikexperimente in Deutschland wurde der Lernkoffer „Ready to Go“ der Dresdener Firma lexSolar GmbH an der TU Dresden in einem ersten Training im April 2008 eingesetzt. Im Rahmen der abschließenden Trainings-Evaluierung mussten die Teilnehmer einschätzen, welche Bausteine des Lernkoffers und welche Versuche sie am nützlichsten fanden. Auf der Basis dieser Einschätzung und der Erfahrung des REEPRO Teams, hat das REEPRO Team den folgenden „REEPRO Lernkoffer Photovoltaik“ zusammengestellt.
Ziel des REEPRO Teams war es, den REEPRO Koffer lokal in Kambodscha fertigen zu lassen. Dazu wurden geprüft, welche Materialien lokal erhältlich sind und ob es eine Firma gibt, die den Koffer fertigen kann. Die Fa. Kamworks, die Photovoltaikanlagen plant und baut und solare Kleingeräte, wie Taschenlampen, Radios usw. vertreibt, schien hierfür der einzige mögliche Partner. Da aber auch diese Firma nicht dazu ausgerüstet ist, Lehrmaterial zu erstellen und ohnehin ein Großteil Komponenten importiert werden müssten, entschloss sich das REEPRO-Team, gemeinsam mit der Fa. LexSolar einen REEPRO Koffer zu entwickeln. Die Kosten für diesen Koffer liegen mit 195,16 EUR sogar deutlich niedriger als die ursprünglich geplanten 300 EUR, so dass 10 Koffer für einen Gesamtpreis von 1958,68 EUR gekauft werden konnten. Die Koffer wurden durch die DGS in Deutschland gekauft, nach Kambodscha transportiert und dann dort an COMPED übergeben. Ein direkter Einkauf durch COMPED wäre zu kompliziert gewesen, da es sich dann um ein internationales Geschäft gehan-delt hätte uns ggf. sogar Einfuhrsteuern angefallen wären.
Der Einsatz der Lernkoffer in den Trainings hilft den kambodschanischen Teilnehmern, die Funktionsweise der Sonnenenergie zu verstehen und die effiziente Nutzung bestehender und zukünftiger Sonnenenergieanlagen forcieren. Bei dem kürzlich durchgeführten REEPRO Training im Januar 2009 in Kambodscha konnte sich Frau Klauß-Vorreiter, Leitering der AG Projekte der TKG und Vizepräsidentin der DGS, überzeugen, dass die ausgedehnten praktischen Übungen mit den PV - Lernkoffern wesentlich zum Gesamtverständnis der Teilnehmer beigetragen haben.
Die Anordnung der Komponenten für die einzelnen Versuche in einem Koffer ermöglicht es COMPED, das Lehrmaterial nicht nur in Phnom Penh, sondern auch bei Trainings in anderen Provinzen einzusetzen. Das nächste Training ist für den Februar in der Kandal Provinz in Preak Chrey geplant. Auch dort werden die Lernkoffer wieder zum Einsatz kommen. Allein in diesem Jahr sind noch 18 weitere Trainings in den verschiedenen Provinzen Kambodschas geplant. All diese Trainings werden dazu beitragen, dass das Verständnis für erneuerbare Energie wächst und dass diese nachhaltiger als bisher genutzt werden.
Dankschreiben an die Ausländerbeauftragte der Stadt Erfurt
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