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Unser Vereinsmitglied Sandra Ziegengeist organisierte Kinderfest
Zum neuen Jahr noch kurz eine kleine Nachlese in eigener Sache. Letztes Jahr ist Sandra Ziegengeist zu unserem Verein gestoßen. Sandra war zuvor ein Jahr lang beim Landesbüro des DED in Kambodscha tätig. Kaum in Deutschland zurück, organisierte sie zusammen mit Freunden in Leipzig ein Kinderfest. Sandra unterstützt die TKG bei der Betreuung der Kinderpatenschaften.
Ferne Kultur zum Anfassen Das vierte interkulturelle Kinderfest in der Villa widmet sich Kambodscha. „Suasdey!“ heißt „Hallo“ in Khmer, der Landessprache Kambodschas. Kambodscha? Dieses kleine Land in Südostasien stand zum Weltkindertag am 20. September auf dem Holzspielplatz im Rosental im Mittelpunkt. Hier veranstaltet „Die Villa“ einmal im Jahr, immer am Weltkindertag, ein Fest zu einer fremden Kultur. Marion Müller, die als Sozialpädagogin in der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Villa arbeitet, erklärt: „Wir nehmen immer eine Kultur, die uns ein bisschen entgegenkommt und schauen sie uns genauer an.“ Dieses Jahr ist ihnen Kambodscha entgegengekommen, in Gestalt von Sandra Ziegengeist. Die 30-Jährige hat zwölf Monate in Kambodscha gelebt und weiß deshalb viel über die Kultur zu berichten: „Die Menschen dort sind sehr herzlich und gastfreundlich, es ist ein kulturell reiches Land mit vielen Traditionen.“ Sie hat neben inhaltlichen Tipps auch Fotos ihres Aufenthalts in der Hauptstadt Phnom Penh beigesteuert. Bei schönstem Herbstwetter konnten die anwesenden Kinder so Dinge ausprobieren, die bei uns nicht alltäglich sind: eine Rikschafahrt durchs Rosental wagen, fremde Früchte wie die nur in den Tropen vorkommende „Jackfrucht“ probieren, traditionelle Gerichte mit Stäbchen essen oder Spiele der kambodschanischen Kinder spielen. Möglich war es auch, einmal den Gong zu schlagen oder sich einen Anstecker mit Drachenmotiv zu basteln. Der Drache ist in der kambodschanischen Kultur ein wichtiges Sagen- und Symboltier – da traf es sich gut, dass auf dem Spielplatz ein großer Holzdrache steht.
Höhepunkt des Nachmittags war die Feuerkunst von Gaukler Zaphun, der alle mit seinen Fackelkunststücken rund um eine Drachengeschichte beeindruckte. Mutige Kinder durften sogar über ein brennendes Seil springen oder, wer sich traute, ein Rad schlagen. Jason, 6, sagte begeistert: „Ich find’s toll hier“, und zeigte stolz seinen selbst gemachten Drachenanstecker. Er geht in die Klasse 1a der 76. Grundschule und war mit seiner Hortgruppe auf dem Fest. Und genau wie alle anderen Kinder war er nicht nur wegen Kambodscha im Rosental sondern natürlich auch zum Spielen und Toben.
Quelle: Leipziger Volkszeitung, 28.09.2007

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