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TKG-Projekte auf dem Prüfstand, Teil I: Unterstützung, die sich auszahlt
Im Zuge ihres Praktikums bei COMPED, der kambodschanischen Partner-NGO der TKG, hat Oda Riehmer die Möglichkeit, einige der TKG-Projkte in Kambodscha mal genauer unter die Lupe zu nehmen: Gleich in ihrer ersten Woche besuchte sie zusammen mit dem COMPED Direktor Chau Kim Heng unsere Patenkinder in der Provinz Svay Rieng.
Zu Beginn meines Praktikums blieb mir in Phnom Penh wenig Zeit zum Akklimatisieren. Chau Kim Heng, der Direktor der NGO COMPED, nahm mich nach meiner Ankunft mit in die Provinz Svay Rieng. Die Stadt ganz im Südosten Kambodschas, eine halbe Stunde von der Grenze zu Thailand, ist die ursprüngliche Heimat von Chau Kim Heng und auch Heimatort einiger Patenkinder der TKG.
Es galt, alle Kinder zu besuchen und nachzuprüfen, ob das Geld der deutschen Pateneltern auch an der richtigen Stelle ankommt. Bei unseren zahlreichen Fahrten durch die Provinz traf ich auf einige beeindruckende junge Persönlichkeiten, die mit Hilfe der TKG-Unterstützung versuchen, das Beste aus ihren Möglichkeiten zu machen.
Wie zum Beispiel Monnyudam Mouen. Der junge Mann wird seit Oktober 2005 gefördert und besucht die 12. Klasse des Gymnasiums von Svay Rieng. Er ist ein überaus guter Schüler und nachdem er den ganzen Tag in die Schule gegangen ist, besucht er abends noch den Extra-Unterricht. Für diese zusätzliche Bildung nutzt er momentan auch den Großteil des Geldes der Pateneltern. Seine Mutter, die einen sehr abgemagerten und schwächlichen Eindruck macht, bedankt sich umständlich für die Unterstützung: Für sie ist die Ausbildung des Sohnes die einzig mögliche Altersversicherung. Monnyudam möchte nach der Schule sein Lieblingsfach weiter studieren: Mathe. Dazu müsste er nach Phnom Penh ziehen. Wahrscheinlich bekommt Monnyudam auf Grund seiner guten Leistungen ein Stipendium, vielleicht kann ihm die TKG über ein kleines Taschengeld dann das Studium in Kambodschas Hauptstadt möglich machen.
Ein anderes Beispiel dafür, dass das Geld der Pateneltern gut angelegt ist, ist der kleine Chan Ravy. Auch er ist richtig gut in der Schule.  | Chan Ravy auf seinem Wasserbüffel |
Er fühlt sich gegenüber seinen Pateneltern verpflichtet und ist sehr motiviert, sich besonders anzustrengen. Obwohl es Chan Ravy nicht besonders leicht hat, ist er ein Musterbeispiel für Disziplin und Durchhaltekraft. Seit er seine Oma verloren hat, übernimmt er außer dem Lernen noch viele zusätzliche Aufgaben zu Hause. Seine Mutter arbeitet ganztags und auch der Vater ist nur unregelmäßig da, deswegen muss er sich um die Wasserbüffel der Familie kümmern und viel im Haushalt helfen. Außerdem begleitet er fast täglich die Mönche der angrenzenden Pagode zu ihrem vormittäglichen Bettelgang und trägt damit am Tag die stattliche Summe von einem halben US-Dollar zur Familienkasse bei. Trotz dass es Chan Ravy es so schwer hat, trägt er alles mit einem Lächeln.
Und so ließen sich noch viel mehr Geschichten erzählen von Kindern, bei denen das Geld ihrer deutschen Pateneltern gut aufgehoben ist. Sicherlich ist diese Art der Unterstützung nur ein Tropfen auf den heißen Stein in einem Land, wo 70 Prozent der Einwohner täglich mit weniger als 2 Dollar auskommen müssen, aber mit der Ausbildung junger, motivierter Menschen, die eine Chance bekommen, ist auf jeden Fall einen Schritt in die richtige Richtung getan. Weil diese Kinder in Zukunft etwas in Kambodscha bewegen können und wem geholfen wurde, der wird in Zukunft sicherlich auch helfen wollen.
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