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Spendenaufruf für kambodschanischen Schüler in Erfurt-Weimar Unser Vereinsmitglied Matthias Wagner bittet um Unterstützung für einen jungen Kambodschaner, der ab 21.08.2006 an der Internationalen Schule "this" in Weimar seinen Unterricht beginnt. Es ist eine Schule mit internationalem Abschluss, der es Bomonivat eines Tages ermöglichen wird, ein hochwertiges Studium an einer ausländischen Universität zu absolvieren, um danach als Aufbauhelfer in sein Land zurückzukehren. ![]()
Eine Erfurter Gastfamilie hat sich bereit erklärt, Bomonivat für die Zeit des Abiturs, d. h. bis August 2008, bei sich aufzunehmen. Matthias Wagner freut sich über die gelebte Entwicklungshilfe und wird den kambodschanischen Gast nach Kräften unterstützen. Schließlich ist Bildung ein fundamentaler Schritt für Stabilität und Wachstum in Kambodscha. Wenn Sie die Möglichkeit haben, Bomonivat mit 10 oder 20 Euro im Monat zu unterstützen, so wäre Schüler Bomonivat Ihnen äußerst dankbar! Bitte senden Sie eine E-Mail an Matthias.Wagner@TMLNU.thueringen.de oder rufen an: 0361 / 37 99 144 oder 0173 / 38 505 48. Für Ihre Unterstützung erhalten Sie eine Spendenbescheinigung vom Schulförderverein der this-Weimar. Die Familie in Kambodscha sowie alle hier auf deutscher Seite involvierten Helfer bedanken sich sehr. Weitere Informationen zu Bomonivat und seinem Heimatland Kambodscha: Vorname/Nachname: Bomonivat No geb. am 03.05.1988 in Kampong Thom, Zentral-Kambodscha 18 Jahre, Abitur in Kambodscha im August 2006 à Schulsystem in Kambodscha noch stark entwicklungsbedürftig; dortiges Abitur zählt in Deutschland lt. Kultsministerkonferenz nur als 10. Klasse-Abschluss; Einreise nach Deutschland am 18. August 2006 Schulbeginn in der Internationalen Schule Weimar this am 21.08.2006 Spitzname "Mr. Bo" gehört zu den Jahrgangsbesten seiner Klassenstufe Spricht Englisch / lernt seit ca. 4 Jahren Mit dem Abschluss International Baccalaureate (IB) wird Bo die Möglichkeit eines Studiums im englischsprachigen Ausland ermöglicht; sein Wunsch ist es, Jura zu studieren; Kambodscha ist lt. Transparency International (TI) auf Platz 15 von unten auf der Liste der Länder mit höchstem Korruptionsanteil; für Bo ist daher als Jurist endlos Arbeit übrig, wenn er in vorauss. 7-8 Jahren als Jurist zurückkehrt; auch das Bildungssystem ist von Korruption durchsetzt; man kann sich jeden Abschluss kaufen; daher zählt eine ausländische Ausbildung doppelt! Nahezu die gesamte obere Bildungsschicht wurde unter Pol Pot und den Roten Khmer umgebracht. Nicht weit vom Elternhaus Bo´s wurde Pol Pot geboren. Die Stadt war Zentrum heftiger Kämpfe der Regierungstruppen gegen die Roten Khmer, da zentral an wichtiger Versorgungsader gelegen. Während des Vietnamkrieges wurde unter Präs. Nixon im sogen. "Geheimen Krieg" Kambodscha einbezogen: Bombardierung des Ho-Chi-Minh-Pfades (Nachschub für den Vietkong in Saigon) über Laos und kambodschanisches Territorium. Die Flächenbombardements bezogen 50 % des Territoriums Kambodschas ein, bis hin zu dem zentralen Kampong Thom. Es fielen insgesamt innerhalb weniger Wochen mehr Bomben als auf Deutschland im II. WK bis heute ungesühnt; etwa 500.000 Khmer kamen durch diesen "Geheimen Krieg" um. Der Bürgerkrieg dauerte bis 1997. Bo ging mit seinen Geschwistern tlws. unter Lebensgefahr morgens zur Schule; die Nacht verbrachten sie in einer Erdhöhle unter dem Haus, als Schutz vor Geschossen der Regierungstruppen und der Roten Khmer. Das Land weist die höchste Landminenquote der Welt auf zzgl. Blindgänger (Made in China, Russland und USA). Jährlich verstümmeln und sterben noch nahezu 1.000 Menschen, vorwiegend aus der ärmsten Bevölkerung auf dem Lande. Die UN lassen das Rote Khmer-Tribunal nicht in Den Haag stattfinden (wie Ruanda / Jugoslawien): bis 1992 war ein offizieller Vertreter der Roten Khmer Botschafter bei der UNO. Die Landminen- und Blindgängerproblematik ist ein wesentliches Entwicklungshemmnis in Landwirtschaft (Selbsternährung) und Infrastruktur (Strassen- und Wegebau) sowie Be- und Entwässerung (Regen- und Trockenzeit: Ausgleiche der Wassermassen). Kampong Thom ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Herzen Kambodschas; es ist eine der ärmsten Provinzen, an der Durchfahrtstrasse von Phnom Penh zur weltberühmten Tempelstadt Seam Reap gelegen. In der Nähe befand sich die erste Hauptstadt des Khmer-Reiches, im ca. 7. - 9. Jhd., mit noch hinduistisch geprägten Tempelanlagen; dort kann man den Wandel in der Architektur, hin zur Bauweise der Buddhisten beobachten. Etliche Bombentrichter um die Tempelanlagen zeugen von den B 52-Bombardements ca. 1970.[i][/i] |
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