Startseite
 
Termine

25.02.2013, 00.15 Uhr
Khmer-Intensivkurs

Nachricht weiterlesen

Alle Termine
 


 
Aktuelle News

Nächste Mitgliederversammlung findet im April statt ...

... lernen macht Spaß ...

SAB - eine der schönsten Wochen für Thomas, den "Ersatzlehrer" ...

Manege frei im SAB

Wochenbericht COMPED HOME

Neue Existenz als Hühnerzüchter

300 € beim Beachvolleyball für Sehbehinderte gesammelt (PDF)

Abschlussbericht - Hühnerzuchtkurs für Menschen mit Behinderungen (im Rahmen des Projektes COMPED HOME) (PDF)

Comped Home - neuer Wochenbericht von Linda Kuhl

Auf den Spuren der "Neuhühnerzüchter" in der Kandal Provinz ...

5. Monatsbericht von Nora

4. Monatsbericht von Nora

Fotos vom Treffen der verschiedenen Projekt-Areitsgruppen

Benefittour Aachen Berlin - Video ist online (PDF)

SAB - Fest ...

3. Monatsbericht von Nora

Ein Wasserbrunnen für Frau Mao Leng

9. TKG-Info 2011

Friedensdorf International (PDF)

Brief der Svay Rieng Schule ans Gymnasium Fridericianum in Rudolstadt (PDF)

Spende von Gymnasium Fridericianum Rudolstadt für Primary School Prah Tonle

Kambodschanischer Abend

Letzter Monatsbericht von Max

Benefiz-Radtour für Blindenprojekt in Kambodscha erfolgreich beendet

11. Monatsbericht von Max

Brief von Kry, Saolorn und Sreymom

Spendenaktion mit Katja Grosch für Ausbildung von kambodschanischen Mädchen

TKG beim Tag der offenen Tür im Thüringer Landtag

10. Monatsbericht von Max

Kurzreise in Kambodscha

9. Monatsbericht von Max

Radfahren für TKG-Projekt

8. Monatsbericht von Max

HIV-Existenzgründungsprojekt - Abschlussbericht (PDF)

Nopp Nochh Thyda – Eine angehende Lehrerin

Projekt „Kindgerechte Kinderstation“

7. Monatsbericht von Max

TKG Vorsitzender besucht SAB

Neues Projekt COMPED - Aufbau Hühnerzucht

6. Monatsbericht von Max

COMPED-Home - Studenten helfen Blinden und Sehschwachen (PDF)

Reise Sihanoukville mit den COMPED-BewohnerInnen (PDF)

Kambodscha – Land der großen Gegensätze (PDF)

Buchverkauf "MEIN LEBEN OHNE KINDHEIT" (Kim Heng)

Jahresmeeting COMPED

Maxs 5. Monatsbericht

Newsarchiv 2011

Newsarchiv 2010

Newsarchiv 2009

Newsarchiv 2008

Newsarchiv 2007

Newsarchiv 2006

Newsarchiv 2005

Weitere News
aus dem Jahr 2005


Newsarchiv 2004

Weitere News
aus dem Jahr 2004


Newsarchiv 2003
 


  Zum Lesen und Ausdrucken der PDF - Dateien, die auf unserer Internetseite angeboten werden, benötigen Sie den kostenlosen Adobe Reader

Adobe Reader herunterladen
 


  Impressum
 

 



Neue Existenz als Hühnerzüchter

2. HIV – Projekt Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel des Projekts

Ziel des Hühnerzuchtprojektes ist es den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, in ihren Heimatdörfern ein kleines Unternehmen aufzubauen. Dies soll dazu beitragen, ihnen ein Zusatzeinkommen zu sichern und dadurch auch ihre Lebensqualität zu steigern. Außerdem können die von HIV/AIDS Betroffenen ihren Transport zu den Gesundheitszentren wieder finanzieren und dadurch die lebensnotwendigen Medikamente weiter erhalten. Es soll den Infizierten, welche oftmals von der Gesellschaft ausgeschlossen sind, auch helfen, sich durch ihre Arbeit wieder besser einzugliedern und stolz auf das zu sein, was sie sich aufgebaut haben.

1. Allgemeine Teilnehmerbeschreibung

Alle fünfzehn Teilnehmer kommen aus dem Sa’ang District, Kandal Provinz, südlich der Hauptstadt Phnom Penh. Sie sind alle mit HIV/AIDS infiziert und die meisten können nicht lesen. Die meisten der Teilnehmer arbeiten als Reisbauen und haben ein sehr geringes und nicht gesichertes Einkommen, von dem sie ihre, drei Generationen umfassende Familie ernähren müssen. Die TKG e.V. kooperierte bei der Auswahl der Teilnehmer mit der kambodschanischen Nichtregierungsorganisation Cambodian HIV/AIDS Education And Care (CHEC) . CHEC engagiert sich auf dem Gebiet der Fürsorge sowie der Aufklärung und Beratung von HIV/AIDS betroffenen Kambodschanern/-innen.

eine teilnehmende Familie in der Provinz Kandal
2. Ablauf der Schulung im COMPED Home

Das Training fand im COMPED Home statt, welches sich als idealer Schulungsort anbot, da es über eine bereits funktionierende Hühnerzucht verfügt. Die fünf Trainingstage begannen am 12ten März 2012 und unterteilten sich in ein Training zur Hühnerzucht (drei Tage)und ein Businesstraining (zwei Tage).

a) Das Training in Hühnerzucht umfasste alle wichtigen Themen wie z. B. die Aufzucht von Küken, die Konstruktion von Gehegen oder mögliche Erkrankungen. Die Theorie wurde durch praktischen Übungen ergänzt wie z.B. das Impfen oder das Zusammenstellen von Hühnerfutter aus lokalen Ressourcen. Zu Beginn des Trainings wurde ein Test abgehalten, um einen Einblick über den Wissensstand der Teilnehmern zu erlangen. Der gleiche Test wurde nach dem Training ein weiteres Mal durchgeführt, um zu testen, ob die Lernenden den Inhalt des Trainings behalten haben. Am Ende bestanden 14 von 15 Teilnehmern! Zuletzt wurde ein Buch über die Hühnerzucht ausgeteilt, welches sie mit nach Hause nehmen konnten, dies soll den Teilnehmern später als Nachschlagewerk dienen.


Zusammenstellung von Futter
b). Es folgte das Businesstraining: Ziel des Trainings war es, den Teilnehmern ein besseres Verständnis im Führen von kleinen Unternehmen zu vermitteln. Es beinhaltete z.B. die Buchhaltung und die Vermarktung von Hühnern. Im Anschluss an die Schulung bekamen die Teilnehmer die Aufgabe, einen kleinen Übersichtsplan für eine eigene Zucht aufzustellen. Die Teilnehmer folgten allen Inhalten mit großem Interesse, die Arbeitsatmosphäre war entspannt. In den Gruppenarbeitsphasen wurde sehr intensiv gearbeitet und auch die Freude am Miteinander kam nicht zu kurz.

Schulungsraum COMPED HOME
Schulungsraum im COMPED Home

3. Umsetzung im Heimatdorf

Um den Start eines eigenen Hühnerzuchtunternehmens zu ermöglichen, war geplant, allen Teilnehmern ein Startkapital von 100 US Dollar zu übergeben. Nach Erstellung des Businessplanes wurde entschieden, ob das komplette Startkapital (100 US $), ein Teil von 50 US $ oder erst mal kein Geld ausgehändigt werden sollte. Allerdings war geplant, dass alle Teilnehmer im Laufe des Projekts den vollen Betrag erhalten. CHEC und COMPED Mitarbeiter besuchten die fünfzehn Leute drei Mal in ihrem Dorf. Ziel der Besuche war es zunächst, nach Kontrolle der Hühnerfarm-Pläne, das Kapital auszuhändigen, später dann die existierenden Hühnerfarmen zu betrachten, mögliche Fehler und Probleme der Teilnehmer in Erfahrung zu bringen und anzusprechen. Lukas Thiele, Linda Kuhl und Chivi Sok fuhren am 04.04, 27.04 und 31.05. 2012 auf die Dörfer und Lukas berichtete: "Wir besuchten einen nach dem anderen, kontrollierten ihre Hühnerfarmen und interviewten sie. Wir wollten herausfinden, ob sie das zur Verfügung gestellte Geld sinnvoll genutzt hatten und was uns auch wichtig war, ob sie ihre Hühner auch geimpft hatten, wie sie es im Hühnertraining vor zwei Monaten gelernt hatten.

Praktische Übungen - Impfen




Mit den Hühnerfarmen an sich waren wir meist sehr zufrieden, die meisten hatten die Käfige so gebaut wie wir uns das erhofft hatten. Der ein oder andere war zwar noch nicht ganz fertig mit dem Bau, aber im Großen und Ganzen haben sie gute Arbeit geleistet. Als Problem erwiesen sich die Impfungen, etwas über die Hälfte der Teilnehmer hatte ihre zwar geimpft, doch den anderen schien der Sinn solcher Impfungen nicht klar zu sein. Als Begründung hörten wir, zum Beispiel, dass man bei einer geringen Anzahl von Hühnern nicht impfen brauchte oder, dass die Hühner doch gesund seien, und somit ein Impfen unsinnig sei. Wir erklärten ihnen ein weiteres Mal die Bedeutung von Impfungen.

Interview bei einem Besuch
Auch des Öfteren fiel uns auf, dass die Hühner nicht im Stall waren, einige werden nun ein Außengehege bauen, um den Hühnern Freilauf zu bieten und sie trotzdem vor Diebstahl, anderen Tieren und Krankheiten zu schützen. Trotz dieser Probleme, die teilweise zu erwarten waren, scheinen die Hühnerfarmen gut zu laufen und ein Fortschritt ist unübersehbar. In wenigen Monaten, wenn die Küken älter sind, werden einige schon beginnen ihre Hennen zu verkaufen. Es ist schön zu sehen, wie sich die Hühnerfarmen weiterentwickeln und die meisten Teilnehmer noch immer motiviert bei der Arbeit sind und planen ihr Hühnerbusiness zu vergrößern." Bis zum 31.05. 2012 hatten alle Teilnehmer das komplette Startkapital erhalten.

Übergabe von Startkapital

4. Abschlusstreffen am 13.06.12

Am 13. Juni 2012 wurde das Abschlusstreffen bezüglich des HIV/AIDS Trainings in Sa’ang, Kandal Provinz abgehalten. Lukas Thiele berichtete: "zusammen mit COMPED Leiter Kim Heng, Chivi Sok und einem Mitarbeiter von CHEC trafen wir uns im örtlichen CHEC Büro mit den Teilnehmern des Projekts. Vierzehn der fünfzehn Teilnehmer erschienen. Zunächst erklärte Kim Heng in einer Rede wie es zu der Idee des Projekts kam und wie dank des Kontaktes zu Andrea Lindner das nötige Geld für die Ausführung des Projekts und die Ausgabe des Startkapitals gesammelt werden konnte. Daraufhin bat er jeden Teilnehmer kurz ein paar Einzelheiten über dessen Hühnerzucht zu erzählen, wie zum Beispiel Menge der Hühner, Größe des Käfigs, Probleme der letzten Monate und weshalb ihnen das Hühnerzuchttraining geholfen hatte. Ein Teilnehmer meinte zum Beispiel, dass er durch das Training überhaupt erst das Wissen und Selbstvertrauen erlangte habe, eine eigene Hühnerzucht zu betreiben. Insgesamt waren alle Berichte der Teilnehmer sehr positiv. Zwar gab es kleiner Probleme, wie Ratten oder das die Hennen die Küken zertreten, diese Dinge lassen sich aber in den Griff kriegen. Ansonsten legen schon viele Hühner der Teilnehmer Eier und einige haben auch schon Küken aus der eigenen Produktion. Nach den Berichten wurden Zertifikate von CelAgrid und NCDP, als Bestätigung für die Teilnahme am Hühnerzucht-, und Businesstraining an alle Teilnehmer verteilt. Da alle Teilnehmer es geschafft haben sich eine eigene Hühnerzucht aufzubauen, die sich zwar untereinander an Qualität und Sorgfalt unterscheiden, aber dennoch alle das Ziel des Projekts erfüllen, kann man das Hühnerzucht-Projekt nun erfolgreich abschließen."

Ein Zertifkiat wird überreicht

5. Bewertungsschema von Lukas Thiele

Lukas Thiele hat sich während und nach den Besuchen ein besonders detailliertes Bewertungsschema ausgedacht und danach den Erfolg der Teilnehmer in einer Scala von 1 bis 10 Punkten ausgedrückt. Er sagte dazu: "dies ist eigentlich mein persönlicher subjektiver Eindruck bezüglich der Fortschritte der letzten Monate, des Endergebnisses und die Einstellung des Teilnehmers. Niemand hat unter 5 Punkte bekommen, da alle Teilnehmer es geschafft haben, eine eigene Hühnerfarmen aufzubauen. Dennoch gibt es zwischen einigen große qualitative Unterschiede." Beispielhaft seien hier die Bewertungen von zwei Teilnehmern genannt. Die Berichte zeigen auch, unter welchen Bedingungen das Training mit all seinen Herausforderungen ablief und mit welchen Schwierigkeiten HIV-positive Menschen in Kambodscha leben müssen. 5.1. V. Ch.

V. CH. ist 36 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrer Mutter (78), ihrer Tochter (6) und ihrem Sohn (9) in der Kandal Provinz. Ihr Ehemann ist bereits verstorben und ihre beiden Kinder gehen zu Schule. Sie ist als Reisfarmer angestellt und verdient dadurch während der Reissaison 10.000 Riel am Tag. Außerhalb der Saison baut sie Gemüse an und verdient ebenso etwa 10.000 Riel am Tag. An ihrem Mann hat sie sich 2006 mit HIV angesteckt, ihre Kinder sind allerdings beide gesund.

- Bericht nach erstem Besuch und Übergabe des Startkapitals (04.04.12

V. Ch. hat schon begonnen ihren Hühnerstall zu bauen. Da sie täglich von 7 bis 11 Uhr und später von 14 bis 17 Uhr arbeitet, hat sie somit genügend Zeit, sich um ihre Hühnerfarm zu kümmern. Da unsere Anforderungen bezüglich der Planung erfüllt wurden und sie sich motiviert gezeigt hat, hat sie das volle Startkapital von 100 Dollar erhalten. Ihr Plan ist es sich fünf neue Hühner und einen Hahn anzuschaffen. Von dem Restgeld plant sie das noch benötigte Material für den Hühnerstall, Impfungen und industrielles Futter zu kaufen.

- Bericht nach zweitem Besuch und Überprüfung der Hühnerfarm (11.05.12)

V. Ch. hat einen Hahn, fünf Hennen gekauft. Sie hat sie geimpft und uns die Quittung vorgelegt. Insgesamt hat sie 110 USD ausgegeben. Vier ihrer Küken sind eine Woche nachdem sie diesen eine Augentropfen-Impfung verpasst hatte gestorben. Ihr Hals ist angeschwollen, später sind sie dann gestorben. Die ganze Familie hilft ihr mit der Hühnerfarm. Als nächstes möchte sie im September beginnen einige zu verkaufen und sich neue kaufen. - Allgemeiner Eindruck nach Abschlusstreffen am 13.06.12

V. Ch. besitzt nun vier Hennen, einen Hahn und 20 Küken. Sie hat das Problem, dass einige ihrer Küken von den Hennen zertreten wurde. Dennoch hat sie eine ordentliche Hühnerfarm aufgebaut und da sie Unterstützung von der ganzen Familie erhält, wird ihre Farm auch in Zukunft ein Erfolg sein. Gesamteindruck: 10 von 10 Punkten 5.2. H. V. ’

H. V. wurde 1968 geboren und ist nun 44 Jahre alt. Er lebt zusammen mit seiner Mutter, Frau und seinen sechs Kindern, von denen keiner mit HIV infiziert ist. Er selbst hat sich 1995 bei einer Prostituierten angesteckt und nimmt seitdem Medizin dagegen. Er arbeitet auf dem Reisfeld und manchmal kann er bei einer Baufirma aushelfen und sich ein bisschen Geld dort verdienen.

- Bericht nach erstem Besuch und Übergabe des Startkapitals (04.04.12)

H. V. arbeitet jeden Tag sieben Stunden auf dem Reisfeld. Sein Sohn und seine Mutter werden ihm bei der Hühnerfarm helfen. Momentan besitzt er bereits vier Hennen, einen Hahn und zehn Küken. Vor einem Monat hat er auch schon einen kleinen Käfig gebaut, er plant nicht ihn zu erweitern. Mit dem Startkapital möchte er vier weitere Hennen, einen Hahn, Enten sowie Futter für sein Schwein, industrielles Futter und Impfungen kaufen. Wir erklärten ihm, dass das Geld nur für die Hühnerfarm bestimmt ist. Er hat 50 Dollar des Start-Kapitals erhalten. CHEC wird die korrekte Verwendung des Geldes kontrollieren.

- Update nach zweitem Besuch (27.04.12)

Seit unserem letzten Besuch hat sich sein Käfig nicht verändert. Er hat nur drei Hennen und einen Hahn gekauft. Wegen der vielen Hühnerkrankheiten möchte er warten bis er weitere Hühner kauft. Er hat seinen Nachbarn beauftragt ihm ein neues Dach zu weben, wenn dieses fertig ist, wird er den alten Stall reparieren und vergrößern. Außerdem möchte er vier weitere Hennen kaufen. H. V. hat den zweiten Teil des Startkapitals noch nicht erhalten, während unsers nächsten Besuches werden wir kontrollieren, wie weit er mit dem Stall gekommen ist, daraufhin wird er die 50 Dollar erhalten.

- Bericht nach drittem Besuch und Überprüfung der Hühnerfarm (31.05.12)

H. V. hat tatsächlich seinen Hühnerstall ausgebessert und vergrößert, auch das Dach ist inzwischen fertig. Zwar leben momentan neben seinen Hühnern auch mehrere Ferkel, aber man kann erkennen, dass er sich bemüht. Er besitzt vier Hennen, zwei Hähne und 15 Küken. Er sagt, er habe sie geimpft, hat allerdings keine Quittungen. Anfangs hatte er Probleme mit Mäusen, die in den Stall kletterten, nun hat er sich eine Katze angeschafft und das Problem ist gelöst. Insgesamt hat er 55 US Dollar ausgegeben. Wir entschieden ihm den zweiten Teil des Startkapitals zu übergeben, da man deutliche Fortschritte sehen konnte. Er soll damit den Käfig weiter verbessern, sichergehen dass seine Hühner wirklich geimpft sind und sich weitere Hühner anschaffen.


- Allgemeiner Eindruck nach Abschlusstreffen am 13.06.12

Ein Zertifkiat wird überreicht
Nachdem H.V. am Anfang kaum Bereitschaft gezeigt hat, eine gute Hühnerfarm aufzubauen, hatte sich dies nach dem zweiten Besuch sehr geändert. Er hat wie ihm empfohlen, seinen Stall erweitert und ausgebessert. Momentan hält er fünf Hennen, 20 Küken und zwei Hähne.

- Gesamteindruck: 6 von 10 Punkten


6. Einschätzung von Lukas Thiele zum Erfolg des gesamten Projektes"

Das Hühnerzuchtprojekt war ein Erfolg. Alle Teilnehmer haben es geschafft, eine Hühnerfarm aufzubauen. Insgesamt beherbergen die 15 Hühnerfarmen 91 Hennen, 25 Hähne und 149 Küken. Wenn man meine persönlichen Bewertungspunkte zusammen rechnet kommt man auf einen Durschnitt von 8 von 10 Punkten. Dies ist aus meiner Sicht ein realistisches und gutes Ergebnis. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht nur ein kurzzeitiger Erfolg ist, sondern dass die neuen 15 Farmen eine lange Zeit bestehen und den Teilnehmern auch in Zukunft ein Extra-Einkommen beschert. Doch ich bin sehr zuversichtlich, die Teilnehmer haben viel gelernt und wenn sie weiterhin die anstehenden Aufgaben der Hühnerfarm sorgfältig erledigen, ist dies möglich. Doch dies liegt nun mit dem Abschluss des Projekts in deren Hände."

7. Ausblick

Anfang 2013 will die TKG e.V. einer weiteren Gruppe von 15 Personen den Start in eine neue Existenz ermöglichen. Dieser Teil ist finanziell noch nicht gesichert! Es werden etwa 190 Euro pro Teilnehmer benötigt, um das Projekt in der beschriebenen Form durchzuführen. Daher bittet die TKG e.V. hierfür ganz herzlich um Ihre Solidarität in Form einer Geldspende auf das AIDS-Sonderkonto!

Spendenkonto: Erfurter Bank e.G. BLZ 820 642 28 Konto 18 19 100 Stichwort AIDS

8. Mitarbeitende Organisationen

[b- CHEC[/b]

„Cambodian HIV/AIDS Education and Care“ kämpft gegen die Diskriminierung der HIV/AIDS Erkrankten und hilft deren Lebenssituation zu verbessern. Im Hühnertraining Projekt wählten sie die Teilnehmer aus und sind für die nachfolgende Überprüfung des Fortschrittes der Hühnerfarmen zuständig. Zudem für den Transport der Teilnehmer und die Organisation des letzten Treffens in der Provinz.

- TKG

TKG ist ein deutsch-kambodschanischer Verein der im Bereich der Schulbildung, Umwelt/Landwirtschaft und Medien tätig ist. COMPED ist eine Tochterorganisation von TKG. Sie waren für die finanzielle Unterstützung des Hühner Projekts zuständig.

- CelAgrid

CelAgrid ist eine kambodschanische Organisation mit dem Ziel der Bevölkerung das Verwenden natürlicher Ressourcen als Nahrungsund Energieträger näherzubringen. Im Hühner-Training Projekt waren sie für das drei-tägige Hühnertraining verantwortlich.

- NCDP

„National Centre of Disabled Persons“ ist eine kambodschanische Organisation mit dem Ziel Menschen mit Behinderung besser in die Gesellschaft einzugliedern. Diese erhalten gesundheitliche Informationen, Rehabilitationsmöglichkeiten und auch Skill- Trainings um einer Beschäftigung nachzugehen und für ein Einkommen zu sorgen. Im Hühnertraining-Projekt organisierten sie das zweitägige „ Business Training“.

- COMPED

COMPED ist eine Organisation, die gegen das Müllproblem Kambodschas kämpft. Außerdem existieren weitere Projekte im Bereich der Bildung sowie soziale Projekte wie COMPED-Home, wo blinde/sehbehinderte und benachteiligte Kinder gefördert werden sollen. COMPED war für die Gesamtplanung des HIV-Projekts verantwortlich.
 
 

| Home | News | Verein | Projekte | Partner | Publikationen | Kambodscha | Impressum |
© Thüringisch Kambodschanische Gesellschaft e.V. 2005