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10. Monatsbericht von Max

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9. Monatsbericht von Max

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3. Monatsbericht von Nora

Die Schwierigkeit des Hühnerzählens und Weihnachten auf "Kambodschanisch"


Liebe TKG,

auch diesen Monat hat sich wieder einiges in Comped Home getan. Am Anfang des Monats haben wir uns speziell auf die Braille Drucker konzentriert und versucht sie wieder ans Laufen zu bringen. Als auch wir keinen Rat mehr wussten, baten wir Kroursa Thmey um Hilfe. Nach langem ausprobieren, wussten auch die Spezialisten nichts weiter anzufangen mit unserem Drucker aus Deutschland. Wir hatten die Hoffnung es würde vielleicht an der Software oder am Computer selbst liegen, doch leider trat das selbe Problem auch dort auf. Momentan überlegen wir einen neuen Braille Drucker für Comped Home zu kaufen und informieren uns im Internet über die verschiedenen Modelle.

Meine täglichen Listen für die Anzahl der Hühner werden manchmal missachtet und es beweist sich jedes mal wieder als schwierig, jedes einzelne Huhn zu zählen und keines vergessen zu haben. Andauernd fehlen Hühner, die jedoch ein paar Tage später wieder auftauchen. Man muss auch mal sagen das es wirklich schwer ist die Hühner zu zählen- ich war selbst dabei als wir alle zusammen auf Hühnerjagd gegangen sind. Es war aussichtslos, denn Tagsüber macht es eindeutig keinen Sinn den Versuch zu starten zu zählen, alle laufen kreuz und quer! Immer wieder sterben Hühner aus unbekannten Gründen, doch es gibt auch positive Entwicklung, denn diesen Monat sind viele Küken geschlüpft.

Die CH- Bewohner fahren nun 3 mal pro Woche zum Markt, um die Gemüseabfälle einzusammeln und sie dann im CH zu Hühnerfutter zu verarbeiten. Die Zubereitung bereitet allen viel Spaß, denn alle sitzen zusammen erzählen sich Geschichten oder singen und haben Spaß bei der „Arbeit“. Außerdem durften wir 45 Bananenbäume aus der Provinz (Kean Svay) nach Choung Eck transportieren und hier einpflanzen. Die Fischfarm läuft noch nicht ganz so wie es geplant war. Die Wasserqualität hat sich trotz der Tipps vom Fischexperten nicht gebessert sondern eher verschlechtert. Um den Teich herum wurde ein Weg gegraben. Um die Fischfarm kümmert sich nun auch das neue Hausmeisterpärchen, die seid Ende November in Comped Home arbeiten und wohnen. Die Frau kocht für die Bewohner morgens, mittags und abends und übernimmt die Hausarbeit. Ihr Mann schaut nach dem Gemüseanbau, der Fisch- und Hühnerfarm und Biogasanlage. Für die Biogasanlage dürfen wir jetzt für 2$ im Monat jeden Morgen frischen Kuhmisst einsammeln.
Nun zum Unterricht: Die Computer waren zur Kontrolle weg gegeben worden und somit haben wir viel mit der Braille Schreibmaschine gearbeitet. Es ging von kleinen Diktaten über Dialoge und Haupt und Nebensätzen.
Srey Song, die auch die Regelschule besucht ist nun in der Rangliste Klassenbeste und Hab ist sehr glücklich in Kroursa Thmey unterrichtet zu werden. Außerdem nimmt er dort auch an Musikunterricht und Computerunterricht teil.
Im Dezember sind viele wichtige Festtage für mich (Adventszeit, Weihnachten, Neujahr), doch dieses Jahr ist alles anders als ich es von den Jahren davor kannte. Von der Adventszeit habe ich überhaupt nichts mitbekommen hier. Es wurde zwar in Phnom penh ein wenig geschmückt, aber man musste doch schon lächeln wenn man einen kitschigen Weihnachtsbaum aus Plastik gesehen hat bei der Hitze. Also dieses Jahr ist die Weihnachtsstimmung definitiv an mir vorrüber gegangen. Nun stand Heiligabend vor der Tür und ich wusste bis 18 Uhr noch nicht wo ich landen werde und vor allem mit wem. Im Vorhinein fragte ich bei meinem Gastvater/bruder an ob wir nicht zusammen etwas planen könnten, doch es kam nicht sonderlich viel Freude auf sondern nur ein „ Let’s see.“ Also stellte ich mich schon auf einen langweiligen Abend ein und zog schließlich mit seinem Coseng an die Riverside zu einem Spaziergang am Mekong los. Wir landeten in einer Bar, tranken eine Cola und ich dachte mir : Super Heiligabend! Dann kam endlich ein Anruf von Sokuns Freund, der meinen Abend rettete. Er fragte nur : „ Hey, was willst du trinken? Bin auf dem Weg zu euch!“ So fuhren wir also nach Hause und der Abend wurde noch sehr lang und nett. Wir saßen zu ein paar Leuten auf dem Balkon mit Fisch und Bier und hatten viel Spaß. So sah mein Heiligabend aus, zwar sehr anders aber in einer geselligen und lustigen Runde. Am 1. Weihnachtstag war ich dann zu Kim Heng auf Kartoffelsalat mit Würstchen eingeladen. Deutsches Essen und sich mal auf Deutsch unterhalten- ich fühlte mich wieder wie zu Hause. Dann ging erstmal die Arbeit für ein paar Tage wieder los und dann war auch schon Neujahr. Den Countdown in das Jahr 2012 habe ich mit Kim Heng’s Familie, ein paar Freunden und Christel Neumann auf einem Boot auf dem Mekong verbracht. Das Feuerwerk vom Boot zu betrachten war toll- zwar sehr kurz aber trotzdem schön.

Ich wünsche allen Lesern und der TKG ein frohes neues Jahr 2012, eure Nora.
 
 

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