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11. Monatsbericht von Max
Für Max ist die Zeit in Kambodscha fast vorbei: In seinem vorletzten Bericht schreibt er über seine Arbeit im CH und eine Reise ans Meer nach Kampot und Sihanoukville.
Liebe TKG,
den Juni kann ich, was die Arbeit bei COMPED angeht, wohl als den normalsten betrachten. Den gesamten Monat hindurch habe ich von Montag bis Donnerstag bei COMPED-HOME (CH) gearbeitet. Dort habe ich nicht nur meinen Computer- und Englischunterricht fortgesetzt, sondern auch angefangen meine Kollegin Chivi in Deutsch zu unterrichten. Mitte August wird sie für 1 ½ Monate nach Deutschland kommen, um dort an einer Fortbildung teilzunehmen und natürlich ein bisschen was von Deutschland zu sehen.
Die Arbeit bei CH geht weiter voran. In den vergangenen Wochen haben wir einige Bereiche im Garten umgegraben und angefangen dort Gemüse anzupflanzen. Auch bei dieser Arbeit wurden die Blinden mit eingebunden.
Der letzte Monat in Kambodscha steht nun vor der Tür und ich habe bereits im Juni angefangen einigen Leuten Tschüss zu sagen. Im letzten Monat habe ich einfach nicht die Zeit, überall in Kambodscha noch persönlich vorbei zu schauen um mich zu verabschieden. So war ich zum Beispiel noch einmal in Kampot.
Dort habe ich für ein Wochenende entspannt und mich auch gleich von dort arbeitenden Freiwilligen verabschiedet. Es brachte mich dazu an meine ersten Tage in Kambodscha zurück zu denken. An Kampot hatte sich nicht viel geändert. Es war fast wie vor elf Monaten. Die wiedereingesetzte Regenzeit machte es nahezu identisch. Wieder mit den gleichen Leuten unter einem Vordach zu sitzen und abzuwarten, bis der Regen nachlässt war irgendwie merkwürdig. Ich glaube wir haben uns in diesem Kambodscha-Jahr alle ein wenig verändert. Auf dem Bild stehe ich ein letztes Mal am Fluss Teuk Chhou, der durch Kampot fließt.
Auch nach Sihanoukville hat es mich ein letztes Mal verschlagen. Dort allerdings nicht um Freiwillige zu verabschieden, sondern um einfach nochmal den Strand und das Meer zu genießen. Leider fiel das aufgrund dreitägigen Dauerregens wortwörtlich ins Wasser. Die Laune habe ich mir nicht verderben lassen und bin schlussendlich doch schwimmen gegangen.
Die Busfahrt zurück nach Phnom Penh muss ich leider als eine der anstrengendsten verbuchen. Mein Bus hatte schon vor Fahrtbeginn Probleme mit der Klimaanlage. Sie bildete wie verrückt Wasser, welches auf die Sitze tropfte. Als ich aber auf meinen Sitz blickte, fiel mir auf, dass er nicht nur nass, sondern auch noch aus seiner Verankerung gerissen war. Nach einer kleinen Beschwerde, halb in Englisch halb in Khmer, durfte ich mich dann auf einen anderen Platz umsetzen. Nass wurde ich zwar trotzdem aber wenigstens war der Sitz fest. Ansonsten hatte die Fahrt noch eine kleine Panne und einen stundenlangen Aufenthalt im Berufsverkehr von Phnom Penh zu bieten.
Aber auch solche Erfahrungen gehören dazu. Bei der Bahn in Deutschland hat man ja auch nicht selten Pech.
Ich stehe jetzt vor meinen letzten Wochen in Kambodscha. Einerseits freue ich mich schon auf Deutschland, andererseits wünsche ich mir noch mehr Zeit in Kambodscha.
Max
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