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Kurzreise in Kambodscha Christel Neumann mit Nora Bauer (i. A. Deutschlandfunk) und Prof. Liz Bachhuber (Bauhaus-Uni) in Kambodscha ![]() Prof. Werner Bidlingmeier von der Bauhaus-Universität in Weimar hatte geplant vom 6.5. – 12.5.2011 nach Kambodscha zu reisen und dabei u.a. das Soziale Abfallzentrum in Battambang zu besuchen, das ihm am Herzen liegt und das ihm vieles zu verdanken hat. Leider musste er aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. So kam ich in den Genuss, Frau Prof. Liz Bachhuber von der Bauhaus-Uni Weimer und Frau Nora Bauer, die im Auftrag des Deutschlandfunks unterwegs war, zu begleiten. Innerhalb von 5 Minuten sollte ich mich entscheiden. Obwohl ich erst kurz zuvor von meinem mittlerweile 3. Arbeitseinsatz bei Comped in Kambodscha zurückgekommen bin, musste ich nicht lange nachdenken und habe all meine anderen Termine verschoben oder abgesagt. Am Freitagabend flogen wir um 21.45 Richtung Phnom Penh. In Bangkok hatten wir 5 Stunden Aufenthalt. Wir waren uns einig, die Zeit nicht am Flughafen zu verbringen. Also nahmen wir den Zug nach Bangkok -viel Zeit blieb uns nicht, ein kurzer Spaziergang in der Stadt, ein köstlicher Kaffee bei Starbucks und schon ging es wieder zurück zum Airport. Um 19.25 kamen wir in Phnom Penh an und wurden von dem Direktor der Comped Mr. Chau Kim Heng empfangen. Dann ging es gleich ins Hotel Billabong und nach einem Drink sofort ins Bett. Der nächste Tag war ausgefüllt mit shopping im Central Market, einem Besuch im Atelier der Fotografin Doris Böttcher, einer Einladung zuhause bei Kim Heng, Stippvisite im FCC und einem kambodschanischen Abendessen. Während am Montag Nora Bauer ihrer Arbeit nachgehen musste, um ihre Interviews für ihre Sendung aufs Band zu bekommen, nutzte ich die Gelegenheit Frau Prof. Liz Bachhuber (inzwischen für mich nur noch Liz) per Tuk Tuk „mein“ Phnom Penh zu zeigen. Auf dem Russian Market konnten wir beide den liebenswerten kambodschanischen Verkäuferinnen nicht widerstehen und kauften und kauften und kauften!!! Wir genossen es uns treiben zu lassen und zwischendurch der schwülen Hitze mit einem Eis in einem klimatisierten Cafe zu entkommen. Ein Besuch im Tuol Sleng, dem grausamen Gefängnis, Folter- und Todesstätte tausender Kambodschaner während des Regimes der Roten Khmer brachte uns wieder zu den Problemen zurück mit denen Kambodscha zu kämpfen hatte und hat . Am nächsten Tag fuhren wir gemeinsam mit Kim Heng nach Battambang ins Soziale Abfallzentrum, wo zurzeit zwei Studenten der Bauhaus-Universität das Projekt wissenschaftlich begleiten und unterstützen. Es ist nicht ganz einfach die Wastpicker von den Vorteilen dieses Zentrums zu überzeugen. Lange kannten sie nichts anderes als den Müll nach Verwertbarem zu durchsuchen während ihre Kinder dazwischen spielten und sie ihr tägliches Leben darin und direkt daneben führten. Nun bietet ihnen das SAB ein Zentrum mit Duschen und Toiletten, einer Küche und einen Aufenthaltsraum, einen überdachten Platz wo sie der Sonne entkommen und ihre kleinen Kinder spielen und ausruhen können, einen Schulraum, in dem die Kinder nach dem Besuch der öffentlichen Schule zusätzlichen Unterricht erhalten und betreut werden. Trotz dieser für uns so selbstverständlicher Vorteile bedarf es sorgfältiger Aufklärung und Schulung über das Einhalten wichtiger Hygienemaßnahmen, damit ihre Gesundheit nicht aufs Spiel gesetzt wird. ![]() Leider gingen die Tage viel zu schnell vorüber. Danke an Prof. Werner Bidlingmeier, der diese Reise ermöglicht hat. Ich wünsche ihm, dass er das bald nachholen kann. Christel Neumann, 15.Mai 2011 |
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