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8. Monatsbericht von Max

Unser Kambodscha Zivi Max berichtet in seinem achten Monatsbericht unter anderem über die Ankunft des Containers mit Hilfsgütern in Kambodscha und die Fortschritte bei COMPED-HOME.

Liebe TKG,

in der ersten März-Woche kam der Container mit einigen Hilfsgütern für COMPED-HOME (CH) an.

Zusammen mit Sokun fuhr ich nach Kampong Thom, wo einige Güter für ein Krankenhaus ausgeladen wurden. So konnten wir uns auch einen ersten Blick über den Inhalt verschaffen. Ich war erstaunt, wie groß der Container war und wie viel in ihn hinein passte. Noch am selben Tag wurde der Container zu CH gefahren. Am darauf folgenden Tag verbrachten wir mehrere Stunden damit, die Güter auszuladen. Neben einer Menge Kleidung, Kuscheltieren und Fußbällen kamen auch einige Braillemaschinen an, über die sich die blinden Bewohner von CH sehr freuten.

Auch ein Drucker für die Blindenschrift war unter den Hilfsgütern. Zusammen mit den PC´s, die seit kurzem in dem Klassenraum von CH stehen, haben die Blinden nun ganz neue Lernmöglichkeiten bekommen, die bestimmt auch in Zukunft sehr nützlich sein werden.

Der Stall für die Hühner konnte mittlerweile auch fertig gestellt werden. Das Gesicht von CH verändert sich immer weiter zum Guten und ich blicke gespannt auf die zukünftige Entwicklung des Projektes.

Auch mein neuer Mitbewohner Daniel reiste in der ersten Märzwoche an und wird für die nächsten drei Monate bei COMPED arbeiten. Wir verstehen uns sehr gut. Jeder von uns braucht Zeit für sich, trotzdem unternehmen wir auch gerne etwas zusammen. Ab der zweiten März Woche habe ich mich voll und ganz dem Slum Area Battambang Projekt gewidmet.

Dafür bin ich für eine Woche nach Battambang gefahren, um fehlende Informationen sammeln zu können. Informationen über die Anzahl der Menschen in dem Slum und speziell die Anzahl der Jugendlichen, sowie über deren Einkommen mussten erneuert werden. Außerdem waren Informationen über die Wasser- und Stromversorgung von Nöten.

Zusammen mit Changely versuchte ich eine Woche lang die Informationen zu erhalten. Zwar wusste ich, dass es nicht einfach werden würde die richtigen Infos zu bekommen, aber wir stießen auf so viele Hindernisse, dass wir tatsächlich die ganze Woche von früh bis spät beschäftigt waren. Zunächst gingen wir davon aus, dass der Verwalter des Gebietes, in welchem auch das Slum liegt, bereits über die nötigen Informationen verfügt. Laut Changely ist das normalerweise der Fall in Kambodscha. Dieses Mal war das leider nicht so. Nach langer Suche konnten wir mit einer anderen NGO in Kontakt treten, die angeblich aktuelle Informationen über die Bevölkerung im Slum hätte. Leider handelte es sich dabei um einen Verständigungsfehler. Die Informationen, die sie hatten, waren nicht neu, sie hatten nur alte Informationen neu aufgeschrieben.Am Ende der Woche schafften wir es trotzdem die wichtigen Informationen zu sammeln, so dass ich meine Arbeit in Phnom Penh fortführen konnte.

In dem Projekt wollen wir uns mit den zwei Hauptproblemen der Bevölkerung beschäftigen: Zum einen soll sich die wirtschaftliche Situation der Menschen verbessern, zum anderen sollen ihre Hygiene und Umweltbedingungen besser werden. Um die wirtschaftliche Situation zu verbessern, wollen wir Schulungen unter dem Thema 'Umgang mit Geld' durchführen. Zudem wollen wir einigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine Ausbildung ermöglichen, um sich aus ihrer schlechten Situation zu befreien. Für die Bereiche Umwelt und Hygiene sollen ebenfalls Schulungen durchgeführt werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir die Situation der Menschen durch dieses Projekt verbessern können und hoffe, dass der Antrag bewilligt wird.

Momentan fühle ich mich in Kambodscha so wohl wie nie zuvor. Ich habe viele Freunde gefunden und mein Khmer wird Stück für Stück besser. Ich freue mich auf die nächsten Monate hier, auch wenn sie wahrscheinlich wie der Rest des Jahres sehr schnell vorbei sein werden.

Max
 
 

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