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6. Monatsbericht von Max
Unser Kambodscha Zivi Max berichtet von einer schönen Hochzeit, neuen Aufgaben und dem Besuch seiner Mutter.
Liebe TKG,
sechs wunderbare Monate in Kambodscha sind nun vorbei und ich blicke vorwärts auf sechs weitere schöne Monate in diesem großartigen Land, was mich immer wieder faszinieren kann.
Anfang Januar fand Sokuns Hochzeit, mit über 400 Teilnehmern, statt.
Der erste der beiden Hochzeitstage war gefüllt mit traditionellen Zeremonien. Zu einer Zeremonie waren auch zwei Mönche anwesend. Auch der zweite Tag begann mit Zeremonien und endete am Abend mit einer großen Feier in einem angemieteten Saal. Erst am Abend des zweiten Tages waren alle Gäste anwesend. An den anderen Zeremonien nahmen nahmen traditionell nur die Familie und ein paar andere Gäste teil.
An dem Ausflug mit den Schülern von COMPED-HOME nach Sihanoukville konnte ich leider nicht teilnehmen, weil ich zu diesem Zeitpunkt in Battambang war. Kim Heng hatte mich damit beauftragt, mir einen Slum anzusehen, um mit den gewonnenen Informationen später ein Projekt zu machen. Es machte mich zwar traurig nicht an dem Ausflug teilnehmen zu können, aber in Battambang halte ich mich auch immer wieder gerne auf.
Der Slum bot mir ein trauriges Bild. Die Menschen leben unter Bedingungen, die mehr als unwürdig sind. In solchen Situationen sehe ich immer wieder wie gut es mir eigentlich geht.
Bei diesem Battambang Besuch war ich auch das erste Mal wirklich krank in Kambodscha und lag zwei Tage im Bett.
In den letzten Wochen halte ich mich immer öfter in COMPED-HOME auf. Dort startet grade der Aufbau einer Hühnerzucht. Als professionelle Unterstützung ist Tina, der bereits erfolgreich an dem Projekt „Chicken Raising Course“ teilgenommen hat, mit bei COMPED-HOME eingezogen.
Am 21. Januar habe ich Besuch von meiner Mutter aus Deutschland bekommen. Sokun, seiner Mutter und ich holten sie vom Flughafen ab und fuhren mit ihr durch das nächtliche Phnom Penh. Die Situation erinnerte mich etwas an meine Ankunft in Kambodscha. Es freut mich wirklich sie für zwei Wochen wieder zu sehen. Sokun hatte uns netterweise angeboten, dass meine Mutter sich auch bei ihm einquartieren darf. Zusammen mit ihr habe ich den Tempeln von Angkor endlich einen Besuch abgestattet. Es war erstaunlich zu sehen, was für eine architektonische Meisterleistung die Menschen Kambodschas schon zu so früher Zeit schaffen konnten.
Nach drei Tagen Tempel Tour haben wir einen groben Überblick über fast alle Tempelanlagen gewonnen und sind uns einig, dass man problemlos eine ganze Woche oder noch viel mehr Zeit damit verbringen könnte.
Im Anschluss an Siem Reap besuchten ich mit meiner Mutter für einen Tag Battambang, um ihr das soziale Abfallzentrum zeigen zu können.
Pünktlich zu meinem Geburtstag waren wir dann wieder in Phnom Penh, wo ich zunächst mit meinen Kollegen von COMPED und später mit Freunden bis spät in die Nacht feierte.
Vor ein paar Tagen habe ich mir nochmal alle meine Monatsberichte durchgelesen. Besonders die ersten zwei Berichte waren sehr interessant für mich, weil sie schon so lange zurück liegen und sich meine Sicht auf einige Dinge bereits geändert hat.
Die Wintermonate sind auch in Kambodscha die kältesten. Einige Kambodschaner beschweren sich besonders morgens über die frische Luft. Für mich ist es sehr angenehm und beim abtrocknen nach der kalten Dusche gerate ich trotzdem manchmal ins schwitzen. Ich bin schon gespannt wie es im März und April mit den Temperaturen wird.
Aber erstmal freue ich mich auf den Februar, denn sowohl Christel Neumann als auch Detlef Gutjahr wollen in diesem Monat zu Besuch kommen.
Dazu mehr im nächsten Bericht.
Max
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