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In Kürze präsentieren wir Ihnen hier eine kleine Galerie zu Kambodscha.

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Die Wirtschaft des Landes

Die Entwicklung der Wirtschaftsordnung Kambodschas ist im Kontext der Geschichte des Landes zu sehen. Die landwirtschaftlich geprägte Struktur Kambodschas in Kombination mit dem Ausbleiben fast jeglicher Ansätze einer Industrialisierungspolitik und die fast vollständige Abhängigkeit von internationaler Entwicklungshilfe unter der Herrschaft von Prinz Norodom Sihanouk (bis 1970) behinderte die Entwicklung eines tragfähigen Wirtschaftssektors. Ansätze einer Liberalisierungspolitik unter der pro-amerikanischen Regierung von Lon Nol (1970-1975) fielen der Involvierung des Landes im den Vietnam-Krieg zum Opfer. Die von den Roten Khmer unter Pol Pot fanatisch umgesetzte Doktrin wirtschaftlicher Autarkie und die damit einhergehende Kollektivierungspolitik resultierten in einen massiven Rückgang der Wirtschaftsleistung. Unter der pro-vietnamesischen Regierung ab 1979 verbesserte sich die ökonomische Grundsituation nur langsam. Der Außenhandel beschränkte sich fast ausschließlich auf die Sowjetunion und die Comecon-Staaten. Das Pariser Friedensabkommen von 1991 bildete nicht nur die Grundlage für einen umfassenden politischen Neuanfang, sondern leitete auch einen völligen Umbruch in der Außenwirtschaft ein. Von der staatlichen Planwirtschaft zur marktwirtschaftlichen Ordnung, vom staatlichen zum privaten Außenhandel und von der Ostausrichtung zur Westausrichtung. Von Bedeutung war vor allem die Umstellung auf den Handel in harter Währung, die zunächst eine Orientierung des kambodschanischen Handels auf die asiatischen Märkte nach sich zog.

Seit 1993 entwickeln sich die makroökonomischen Kennziffern in Kambodscha positiv. 2002 erwirtschafteten die rund 13 Millionen Kambodschaner ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 3,3 Mrd. US-Dollar. Das Wirtschaftswachstum des BIP lag bei 5 Prozent gegenüber 6,3 Prozent im Jahr 2001. Wachstumsbranchen bleiben der Textilsektor und der Tourismus. Die Nationalbank ist soweit unabhängig, dass sie Preisstabilität gewährleisten kann. 2001 und 2002 betrug die Inflation lediglich 3 Prozent. Der Wechselkurs der Landeswährung Riel ist stabil.

Die Armut ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Dennoch beträgt das durchschnittliche, jährliche Pro-Kopf Einkommen nur 268 US-Dollar (2002). Kambodscha gehört damit zur Gruppe der Least Developed Countries (LDC). Trotz beträchtlicher Reformanstrengungen und der Unterstützung der Geberländer bleibt die Wirtschaftsbasis des überwiegend ländlich geprägten Entwicklungslandes schwach. Das Pro-Kopf-Einkommen wächst um durchschnittlich 2 Prozent im Jahr. In der Entwicklungsstatistik der Vereinten Nationen (Human Development Index 2004) belegt Kambodscha Rang 130 (von 177). 5 Millionen Kambodschaner (36 Prozent der Bevölkerung) leben unter der Armutsgrenze von einem Dollar pro Tag; davon 90 Prozent auf dem Lande.

Erfolgreich gestalteten sich die Verhandlungen zur kambodschanischen Mitgliedschaft in der WTO. Im September 2003 wurde Kambodscha beim WTO Ministertreffen in Cancun gemeinsam mit Nepal - als ersten Least Developed Country (LDC) - in die Welthandelsorganisation aufgenommen. Der kambodschanische Handelsminister Cham Prasidh kritisierte im Anschluss die Bedingungen, die sein Land für die Aufnahme erfüllen muss. Kambodscha zahle einen hohen Preis für die WTO-Mitgliedschaft, sagte der Minister. Die Zugeständnisse, die das Land habe machen müssen, gingen weit über das übliche Maß hinaus. Wegen der erhofften Vorteile einer Mitgliedschaft nehme Kambodscha die Herausforderung an. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die bezweifeln, dass der WTO-Beitritt die Armut reduzieren kann.

Quelle: http://www.inwent.org/v-ez/lis/khm/seite3.htm


 
 

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